Raus aus der iCloud – warum wir wieder selbst Verantwortung übernehmen müssen
In den letzten Wochen ist wieder einiges passiert. Wenn man in die USA schaut, wird einem schnell klar, dass dort nicht nur gesellschaftlich gerade viel in Bewegung ist – auch digital. Ich will jetzt nich sagen, dass die Big Four Daten verschwinden lassen… nein. Aber sie könnten sicherlich.
Das bringt mich zu einer einfachen, aber entscheidenden Frage: Wollen wir wirklich, dass all unsere Fotos, Erinnerungen und privaten Daten ausschließlich auf den Servern dieser Konzerne liegen?
Ich nicht. Wirklich nicht. Ich trage diesen Gedanken schon lange in mir herum, habe aber nicht alles umgesetzt. Jetzt schon.
Vielleicht ist es also an der Zeit, nicht nur das Disney+ Abo zu überdenken (ich hab keines, aber du vielleicht), sondern auch Apple & Co. mitzuteilen: „Danke, aber ich kann meinen Speicher auch selbst verwalten.“
Fotos ohne iCloud – geht das?
Oh ja, das geht erstaunlich einfach. Ich nutze dafür seit einiger Zeit PhotoSync. Mit der App kann ich Fotos und Videos direkt aus der Apple Fotos-App auf mein eigenes System oder auch sonstwohin übertragen – und umgekehrt. Klar, es ist ein Abo. 9 € im Jahr. Aber ganz ehrlich: Take my money. Es funktioniert einfach zuverlässig.
Zuhause ist’s am schönsten
Als Speicherort dient bei mir ein ganz klassischer Samba-Share im heimischen Netzwerk, das die Daten weiter nach extern synced. Damit habe ich meine Daten im Griff – ohne auf iCloud angewiesen zu sein. Und das Beste: Ich muss keine Fotos löschen, nur weil mein kostenloses Kontingent voll ist oder Apple mal wieder am Preismodell schraubt.
Selbst machen ist nicht kompliziert
Das klingt jetzt vielleicht nach Bastelei, ist es aber nicht. Ein einfacher NAS, ein Raspberry Pi oder ein kleiner Server im Keller reichen völlig. Und plötzlich merkt man: Man braucht gar keine großen Cloud-Anbieter, um moderne Komfortfunktionen zu nutzen.
Vielleicht ist genau jetzt ein guter Moment, um darüber nachzudenken, ob wir unsere digitalen Schätze weiterhin freiwillig aus der Hand geben – oder ob wir ein Stück Eigenverantwortung zurückholen. Selbst eure FritzBox kann sowas.
Probiert es aus. Es ist einfacher, als man denkt.