Rene's Blog

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Onlinebanking mit dem Smartphone – Warum das keine gute Idee ist

von Rene Sasse am 8. Juni 2014, ein Kommentar

Immer mehr von uns nutzen das Smartphone um sich einen überblick des eigenen Kontos verschaffen zu können. Eigentlich widersprich die Nutzung dieser Apps der Vereinbarung die man mit Bank eingegangen ist.

 Onlinebanking. Total toll. Vom heimischen, hoffentlich sauberen Rechner. Von den Banken war ursprünglich geplant: Jeder Kunde nutzt einen Browser. Ende-Aus. Soweit so gut. Inzwischen gibt es einen ganzen Haufen Apps für’s Smartphone, die eben auch Onlinebanking ermöglichen. Aber sind die Apps von Seiten eurer Bank eigentlich okay?

In den Unterlagen/AGB der netbank finde folgendes:

7.2 Geheimhaltung der Personalisierten Sicherheitsmerkmale und sichere Aufbewahrung der Authentifizierungsinstrumente

1. Der Teilnehmer hat
• seine Personalisierten Sicherheitsmerkmale (siehe Nummer 2.1) geheim zu halten und nur über die von der Bank gesondert mitgeteilten Online-Banking-Zugangskanäle an diese zu übermitteln sowie
• sein Authentifizierungsinstrument (siehe Nummer 2.2) vor dem Zugriff anderer Personen sicher zu verwahren.

Weiter unter 7.2.2

  • Das Personalisierte Sicherheitsmerkmal darf nicht elektronisch gespeichert werden (z.B. im Kundensystem).
  • Das Personalisierte Sicherheitsmerkmal darf nicht außerhalb der gesondert vereinbarten Internetseiten eingegeben werden (z.B. nicht auf Online-Händlerseiten).
  • Beim mobileTAN-Verfahren darf das Gerät, mit dem die iTAN empfangen werden (z.B. Mobiltelefon), nicht gleichzeitig für das Online-Banking genutzt werden. 

(Quelle: http://www.netbank.de/nb/downloads/AGBs.pdf)

Ich habe in den oben genannten AGB keinen Hinweis auf ein ausschließlich zu nutzendes Programm gefunden.Ich gehe davon aus, dass Onlinebanking Apps… nein; sehr viele Nutzer solcher Onlinebanking Apps alle gegen die Onlinebanking Nutzungsvorschriften ihrer Banken verstoßen. Die drei genannten Punkte aus 7.2.2 sind da ja recht eindeutig. Es ist dazu noch die Rede von Internetseiten. Sind Internetseiten eigentlich auch Apps?

Denkt mal drüber nach. Wer solche Onlinebanking Apps nutzt, speichert diese Daten in der Regel mehr oder weniger wissentlich in irgendeiner Cloud. Eigentlich möchtet ihr das nicht. Ich für meinen Teil wünsche mir, dass die Banken viele Funktionen der Apps direkt selbst implementieren würden. Da Zuordnen von Abbuchungen in Gruppen wäre toll (macht wohl inzwischen jede App) um einen bessere überblick der Ausgaben zu bekommen. Immer öfter denke ich allerdings, dass die Banken kein Interesse daran haben, unsere Ausgaben besser aufbereitet darzustellen. Schade. Wie es ist dass eigentlich bei deiner Bank? Darfst Du als Kunde der Bank X jegliche Onlinebanking Software oder App nutzen? Fragt doch mal nach und postet die Antwort mit euren eigenen Worten als Kommentar.

Auch die Sache mit der sogenannten Sofortüberweisung ist meiner Meinung nach gefährlich: Hier gibt man Pin/Tan in fremde Hände. Kommt es zu einem Missbrauch… sieht’s schlecht für euch aus.

Ein Kommentar zu “Onlinebanking mit dem Smartphone – Warum das keine gute Idee ist

  1. Du schreibst von „Bank“. Wer jedoch mit mehr als einer Bank vertraglich verbandelt ist, dessen Interesse an einer App geht deutlich weiter, als Kontostand über Überweisung zu verwalten. Es geht um das Große und Ganze, um Finanzverwaltung. Das kann keine Sparkassen-App leisten. Also wird auf Universalisten im Homebanking zurückgegriffen. Was die AGBs der einzelnen Banken sagen spielt da wohl eher eine untergeordnete Rolle.
    Jedoch besteht die Möglichkeit, die vertraglichen Bestimmungen (teilweise) zu erfüllen, wenn man eine Onlinebanking App auf dem Klapprechner nutzt, den iTan-Datenempfang auf´s Smartphone legt. Aber man sieht: auch das Banking verändert sich mit der Zeit und stellt neue Anforderungen an Banken und Technologiehersteller. Und Nutzer.

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