Gutes Personal ist Gold wert!

Zugegeben: So ein einfacher Kaffee AKA Housecoffee ist in fast allen Kaffee-Häusern Weltweit nicht gerade günstig. Aber was treibt mich dennoch in den Starbucks, die Campus Suite oder ins Balzac?

So ein Kaffeehaus ist schon sehr schön für treffen jeglicher Art. Kristin und ich treffen uns zB. immer gerne in einem Kaffeehaus um die nächsten Webmontage zu besprechen. An manchen Tagen, wenn wenig Gäste vor Ort sind, ist es recht angenehm. Man kann sich prima unterhalten und leckeren Kaffee trinken.

Im Starbucks Neuer Jungfernstieg an der Ecke Colonnaden gibt es im 1. Stock einen „Co-Working Space“ :-) Dort steht ein großer massiver Tisch mit, ich glaube, 6-8 Stühlen. Dieser Platz ist in der Regel immer besetzt. Da treffen sich Häkel-Clubs, IT-Jünger und Studenten und erarbeiten zusammen ein Projekt. Toll. Finde ich super und habe dieses Angebot auch schon mehr als einmal selbst genutzt.

Besonders spannend ist es, die Gäste in den Kaffeehäusern zu beobachten und einfach nur mal eine Zeitung zu lesen (okay. Ich lese lieber in meinem Kindle). Die Ausstattung der Räume sind immer ganz nett. Meist dunkel gehalten und als Lounge eingerichtet. Wenn es doch nur nicht so laut wäre…

In letzter Zeit muss ich allerdings feststellen, dass es zunehmend Lauter in diesen Kaffeehäusern wird. Es dudelt Lounge Musik, die Leute müssen zwangsweise lauter sprechen… wenig später regelt jemand aus dem Barista Team die Lautstärke nach. Und wieder wird es lauter. Die Gäste wollen sich unterhalten und keine Party feiern!

Und genau dieses Lautstärke nachregeln und noch ein paar andere Dinge ärgern mich als Gast sehr:
Mitarbeiter, die andere Mitarbeiter lauthals darüber informieren, dass das Karamell neu bestellt werden muss, weil alle Spender (inkl. der, die bereits im Verkauf waren) schimmelig waren. Mitarbeiter hinter dem Tresen, die sich nicht für den Gast interessieren bzw. gelangweilt Dienst nach Vorschritt machen oder auch beliebt: der einsehbare Bereich hinter Bar ist schlicht schlimm dreckig bzw. verschmutzt. Ätzend. Alles schon mehrfach erlebt.
Liebes Personal: Ich finde das ziemlich enttäuschend.

Jetzt mal Ehrlich: Wer von euch genießt es nicht im Stamm-Lokal – Restaurant – Kiosk – Bar – Kaffeehaus mit einem freundlichem und warmen „Hallo“ begrüßt zu werden? Oder ein „Wie immer?“. Wir sind doch alle Gewohnheitstiere und bestellen in der Regel immer das gleiche.

Scheinbar ist es so, dass in den Kaffeehäusern in Hamburg (und wohl nicht nur dort) ausnahmslos Studenten und Tagelöhner dieser Arbeit nachgehen um ein paar Kröten zu verdienen. Ich habe mal gelernt, dass sich guter Service auszahlt. Denn man bindet so Kunden. Beim Starbucks Neuer Jungfernstieg gab es mal eine Barista, die es wirklich drauf hatte. Nett, freundlich, zuvorkommen und immer für einen Spaß zu haben. Auch in stressigen Situationen.

Leider ist Sie jetzt nicht dort; vermutlich wurde Sie abgeworben.
Der kleine Balzac in den Colonnaden (bis vor kurzem gab es mal zwei) war auch mal mit einer sehr freundlichen Barista ausgestattet. Die Konditionierung verlief recht schnell: nach 4 Besuchen war klar… ich bestelle immer dass gleiche.In dem großen Balzac, der gleich gegenüber ist, gibt es einen Barista, der auch weiß wie man es richtig macht und Kundenbindung schafft. Super :-)

Auch wenn ich vielleicht einer Minderheit angehöre; ich gehe gerne in ein Kaffeehaus. Ich bezahle auch gerne 3,50 € für einen  Decaf Grande-Latte mit laktosefreier Milch. Ich möchte dann allerdings auch gerne als Gast und nicht als Geldsack bedient werden. Ich gebe dann auch wirklich gerne Trinkgeld.


Zuletzt bearbeitet am 25.04.2013