Rene's Blog

GEDÄCHTNISSTÜTZEN UND SONSTIGE ERKENNTNISSE

Verschlüsselung? Und wenn Dein Laptop doch mal in den Service muss?

von Rene Sasse am 27. Juni 2014, keine Kommentare

Irgendwann passiert es: Da muss dein Laptop in den Service. Mit all Deinen Daten drauf. Schlecht, wer da nicht vorgesorgt hat.

Es ist nur eine kleine aber doch ungeschickte Bewegung und schon ist es passiert: Flüssigkeit auf der Tastatur, die sich anschließend ihren Weg in das Innere des Gehäuses auf’s Mainboard sucht. Großartig. Nicht. Nach wenigen Momenten geht der Rechner aus. Nichts geht mehr.

Und jetzt? Mangels Fingerfertigkeit bringt der geneigte Unglücksrabe das Gerät in den Service. Ab da kann der (Daten)Alptraum beginnen.

Was passiert da eigentlich so im Service?

Man möchte vermuten, dass das Gerät einfach nur geöffnet und eine Diagnose erstellt wird. Abschließend soll dann nach Rücksprache mit euch das entsprechende Ersatzteil verbaut werden. Dazu wird der Techniker aber ganz sicher das Gerät einschalten müssen. Vielleicht muss er sich so gar einloggen um sehen zu können, was das Problem ist (bei Grafikkarten-Fehlern o.ä.).
Wer einen Fehler auf der Festplatte hat, wird vielleicht so gar in den AGB des Repa-Dienstes sowas wie „Wir erstellen vorher ein (bestenfalls verschlüsselte) Backup und heben dieses Backup maximal 7 Tage lang auf“. Oh je…

Spätestens jetzt wünscht man sich „Hätte ich doch mit XXXX einen verschlüsselten Bereicht erstellt“ oder „Wenigstens ein zweiter Account wäre jetzt toll gewesen“.

Mal ganz davon abgesehen: Die Ungewissheit, was da sonst noch so alles mit dem Gerät passiert… *schüttel. So. Nun genug ängste geschürt.

Hier nun ein paar Tipps für den Fall, dass das Gerät wirklich mal in den Service muss. Es sollten auf jeden Fall jetzt-sofort-gleich geeignete Schritte eingeleitet werden.

Tipps für den Service

1. Lasst euch zeigen, dass die Mitarbeiter nach §5 Bundesdatenschutzgesetzt verpflichtet wurden (https://www.datenschutzzentrum.de/wirtschaft/verpflds.htm). Falls man nicht weiß, was dass bedeutet und der Chef/Filialleiter damit nichts anzufangen weiß: Lauft.

2. Fragt nach, ob und wie hier Datensicherung betrieben wird. Wer kann wie darauf zugreifen? Wann wird gelöscht? Könnt ihr das schriftlich haben?

3. Fragt nach und lasst schriftlich zusichern, dass der Laden gegen Einbruch-Diebstahl versichert ist.

4. Stellt sicher, dass eure wichtigen Daten (dass können eure Privaten Urlaubsbilder sein oder die Baby Fotos eurer Kinder (!!!!) sein), sich entweder a) gar nicht erst auf eurem Rechner befinden oder b) in einem verschlüsselten Bereich liegen (zB mit Truecrypt).

5. Erstellt einen Gast-Account, denn der Techniker nutzen kann. Das ist im übrigen auch nützlich, falls euch das Gerät mal geklaut werden sollte. In diesem Account könnt ihr dann eine Foto-App installieren, die euch ein Bild des Täters zusendet :-) Mehr dazu im vlt. nächsten Blog-Post.

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